E-Bilanz

Im „Steuerbürokratieabbaugesetz“ vom 20. Dezember 2008 hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2011 beginnen, Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen auf elektronischem Weg (sog. „E-Bilanz) zu übermitteln sind.

Betroffen von dieser Regelung sind alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe und Rechtsform, sofern sie ihren Gewinn durch eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln.

Es wird jedoch nicht beanstandet, wenn Jahresabschlüsse für das Kalenderjahr 2012 noch in Papierform abgegeben werden; spätestens für den Jahresabschluss 2013 ist dann die neue Übermittlungsform anzuwenden.

Für den Fall, dass entgegen diesen Vorgaben Jahresabschlüsse nicht auf elektronischem Weg eingerecht werden, ist rein vorsorglich die Möglichkeit der Festsetzung von Zwangsgeldern vorgesehen.

Bei der Übermittlung der E-Bilanz ist ein bestimmter Aufbau (Taxonomie) der Datei zu beachten, die eine spezielle Gliederungsform von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung vorsieht.

Aufgrund der Gliederungstiefe des neuen Systems wird die Finanzverwaltung noch mehr in die Lage versetzt, Verprobungen der vorgelegten Daten vorzunehmen und die Angaben mit denen von Unternehmen der gleichen Branche zu vergleichen.

Die Umstellung eines Buchhaltungs-Systems auf die neuen Regelungen muss spätestens zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 abgeschlossen sein. Diese Arbeiten erfordern eine enge Zusammenarbeit von Software- und Steuerexperten, die rechtzeitig in die Planung einzubinden sind.

Sollte Ihr Buchhaltungs-System noch nicht den künftigen Regeln entsprechen, sind wir gerne bei der Aufstellung und Umsetzung eines Konzeptes behilflich.