Personalcomputer

Seit einigen Jahren schon können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern betriebliche Personalcomputer und Telekommunikationsgeräte steuerfrei und sozialabgabenfrei überlassen.

Geldwerte Vorteile brauchten nur dann versteuert werden, wenn der Arbeitnehmer solche Gegenstände verbilligt oder unentgeltlich vom Arbeitgeber erworben hat.

Nun hat der Gesetzgeber im sog. „Neunten Gesetz zur Änderung des Gemeindefinanzreformgesetzes“ die Liste der Gegenstände erweitert, die steuerfrei überlassen werden können.

Durch die schlichte Änderung des Begriffs „Personalcomputer“ in „Datenverarbeitungsanlage“ wird nun auch die Überlassung von Smartphones und Tablets steuerfrei und frei von Sozialabgaben möglich. Daneben kann jetzt auch „Zubehör“, wie z. B. USB-Sticks, steuerfrei zur Verfügung gestellt werden.

Weiterhin wurde beschlossen, dass die Steuerfreiheit auch für Überlassung von System- und Anwenderprogrammen gewährt wird, sofern diese Software im Betrieb des Arbeitgebers eingesetzt wird. Damit darf ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Betriebssysteme zum Einsatz auf deren privaten PC sowie gängige Büro-Software zur privaten Nutzung zur Verfügung stellen. Die Einschränkung, dass diese Software denn auch im betrieblichen Bereich des Arbeitgebers eingesetzt wird soll verhindern, dass z.B. Computerspiele (ungewollt) in den Anwendungsbereich der geänderten Vorschrift fallen.

Großzügigerweise hat der Gesetzgeber diese Neuregelung rückwirkend ab dem Kalenderjahr 2000 eingeführt. Soweit in diesen Jahren solche Nutzungs-überlassungen versteuert wurden und die Steuerbescheide noch geändert werden können, sind unter Hinweis auf diese Gesetzesänderung noch weitere Steuerrückzahlungen möglich.